Aussichten Blick in die Chronik

Aussichten Blick in die Chronik

Der Blick zurück ins Fahrwasser zeigt dem Kapitän wie er gefahren ist und hilft ihm den weiteren Kursverlauf bestimmen zu können. Doch was bringt uns heute der Blick in die Chronik der Geschichte. Sind unsere Zwanzigerjahre vergleichbar mit dem was vor 100 Jahren bevor st   and. Und wie planen wir in der Familie. Folgend blicke ich in den Rückspiegel der Zeit und versuche zu erraten was die Am-pel vor mir gleich für eine Farbe bringen wird.

Damals: Die Chronik 1920-ff zeigt uns z. B. auf, dass es schliesslich zu keinem Frieden nach dem Krieg kam. Im Februar 1920 wurde bei einem oder mehreren Mass Bier im Münchner Hofbräuhaus die NSDAP gegründet. Das Korsett des Versailler Friedensvertrags war zu eng geschnürt und explodierte im II. Weltkrieg.
China war 1920 ebenso wie im 2020 im Fokus einer Katastrophe. In der Provinz Ningxia wurde da die Erde mit 8.6 erschüttert. Dies brachte rund 200’000 Opfer. Dabei war damals die Katastrophe nicht ansteckend und hatte entgegen heute, unspürbare Auswirkungen auf den Rest der Welt. Die Spanische Grippe jedoch war ansteckend und Pandemisch wie wir es im 2020 mit Korona erleben. Hätten wir es ahnen können?!

Positives: Werten wir die Heiligsprechung der französischen Nationalheldin „Jeanne d’Arc“ vor 100 Jahren, als etwas Positives, opferte sie sich doch dem Vaterland im Kampf gegen die nicht mehr Eropäer. Lernen wir daraus, dass vieles zuerst auf dem Scheiterhaufen landen muss bevor es die verdiente Beachtung finden kann.
Auf meiner weiteren Suche nach dem Positiven in den Chroniken, werde ich Z.B. auf die Eintragung des Papiertaschentuches „Tempo“ im 1929 als Warenzeichen aufmerksam. Damals von den Vereinigten Pa-pierwerken hergestellt, ist es bis heute ein Erfolg. Wie nur werden solche Erfolge geboren. Nicht immer in der Not, meist auch im Stillen. Auch hier ist der Rückblick pompöser als der Auftakt.

Mein kurzer Blick in die Chronik, zeigt mir einmal mehr klar, dass meist Spektakuläres aber auch stoisches gelistet wird. Dies sind durchaus also auch grossartige Probleme und Katastrophen. Hiermit hat das 2020 in einstiger Rückschau schon jetzt ein Kapitel auf Sicher. Coronavirus/Covid-19. Wie gross die Wirtschaftskrise dabei und danach zu einer Folge von Einträgen führen muss, liegt hier und jetzt noch an uns allen. Wie immer ist der «Schuss vor den Bug» ja auch immer auch ein klarer Hinweis einer notwendigen Neu-Ausrichtung.

Wo stehen wir als Familie: Planen ist dabei auf der privaten Ebene bestimmt immer auch etwas Kaffesatzlesen. Und doch ist es, so finden wir, überaus wichtig. Ferienplanung ist bei uns Freis z.B. immer auch etwas Grundlegendes und fördert viel Positives. Sind doch bei den Urlaubs-Überlegungen bereits Glückshormone mit im Spiel.
So wie wir reisen, ist bereits vor der Umsetzung die Planung ja einiges an Aufwand. Das Wohnmobil fährt wohl beinahe von alleine – doch für die Richtungen sind zu Beginn immer mal 360 Grad möglich. So günstig ist die Schweiz als Ausgangsort in Europa ja gelegen. Die möglichen Pausen zwischen der Arbeit, die unsere Ausflüge zulassen, sind jedoch viel zu kurz, um ungeplant sein zu dürfen. Noch bestimmen ja auch die Ferien unserer Kinder die Termine mit.

Schule und Bildung: Ja liebe Lehrer und Bildungsplan 21-ff Gestalter – es ist heute nicht alles besser als damals. Aber das sehen wohl Eltern und Unternehmer wie wir, in den entsprechenden Funktionen und den gegebenen Altern immer etwa so ähnlich. Früher war es besser… wirklich?
Nun, dass unsere 3 Kids durchaus auch gerne zur Schule gehen, ist ein Fakt und zeigt sich durchwegs positiv. Wir haben unsere Kinder mit je 2 Jahren dazwischen und konnten bei allen eine doch immer wieder neu angepasste Pädagogik erleben. Z.B. musste Carmen noch die «Schnürli-Schrift» lernen. Fabio durfte es noch und bei Yeremy war die Abschaffung definitiv umgesetzt. Morgenkreis, Kuschelecke, Altersdurchmischtes-Lernen, volle Demokratie und Rudolfsteinerschulideen in unseren Volksschulen sind durchaus gegeben. Arbeiten die später dann alle mal bei Apple und Google und Co. im Homeoffice und Rutschbahn-Büro? Sicher ist, dass hier das alte und das neue nicht schlecht sein müssen – doch immer auch Anpassungs-Probleme hinterlassen. Ich persönlich bin der Meinung, dass unser Jüngste durchaus auch vom Lernen einer zusammenhängenden Schrift profitiert hätte. Lesen kann er sie denn natürlich auch kaum, was ihn zu seinen Geschwistern eher benachteiligt. Sich solch Neuem zu verschlies-sen, oder sich einfach dagegen zu stämmen, wäre hier aber sicher falsch. Ja – Warten wir es ab und sehen was daraus wird.
Fremdsprachen: Meine Kinder hatten jeweils beinahe 70 Nationen in Ihrer Primarschule. Wir sehen uns als Weltoffen und ich denke damit sind wir es auch… Nun es ist mir auch in diesem Zusammenhang ein Anliegen, dass meine Kids «Frühfranzösisch» und «Frühenglisch» erhalten durften. Sie haben es auch schätzen gelernt. Bitte versucht niht es wieder zu ändern, denn zugereiste haben auch eine oder mehrer Fremdsprachen – von Geburt aus!

Freis reisen: Wenn man uns lässt, so reisen wir gerne. Auch hier sind Sprachen mit das «A» und «O». Noch sind die Sprachen nicht immer Lieblingsschulfach unserer Kinder. Sicher aber hat ihnen unsere Art der Erholung = Abwechslung und Befreiung mit Reisen, auch gezeigt, dass das Gelernte auch eingesetzt – benutzt – benötigt werden kann.
Viele Grenzen sind heute ja gefallen und Reisen wie wir sie lieben wurden einfacher oder überhaupt erst möglich. Unsere Reise-Kreise werden dementsprechend immer grösser. Aber auch schon der kurze Blick in die Zukunft zeigt uns, dass nicht mehr alle mit dabei sein können. Sie müssen Ihre eigenen Wege gehen und sind in ihrer Ausbildung und ihren Tagesabläufen gefangen.

Nach den 7 guten Jahren…: Blicken wir voraus und versuchen wir den besten Weg zu finden. So geht es uns immer auf unseren Reiseferien und gestaltet es sich sicherlich auch für unsere aller Zukunft. «Das Glück bevorzugt eben jenen, der darauf Vorbereitet ist». Die eine Seite hierfür ist die gute Reise Planung, die Andere eine gute Schul- und Ausbildung.

Nach 7 guten Jahren kommen die 7 Schlechten – doch jeder bestimmt mit, welche für ihn die Schlechten sind. Und unser Planet – und die Klimaerwärmung! Ja mit unserm Wohnmobil fahren wir und verursachen Emissionen. Wir sind dabei meist zu 6 im Fahrzeug und stellen uns punkto Plaketten und Fahrgenehmigungen wohl auch künftig hinter der Luxuskarosse mit Einmannbesatzung.
Wir versuchen unser mögliches, um unseren Fussabdruck klein zu halten. Durchaus nicht jedem gegeben ist dies in Ländern die wir bereisten, wo die Grundbedürfnisse der Menschen noch nicht gedeckt werden können. Denn auch unsere Kinder haben es eindrücklich gesehen – Umweltschutz und der Gedanke an die Natur kommt immer erst, wenn alle Grundbedürfnisse erfüllt sind. Plastikstrände und Müllberge finden sich mit dem Wohnmobil leicht auf unserer Welt und kommen grad heute auch weit nach der Angst vor der herschenden Pandemie. Wir wollen der Explosion Mensch als Erden Schädling mit Aufklärung begegnen. Die Probleme sind in 100 Jahren ja oft die gleichen geblieben. Neue Titel und neue Möglichkeiten zeigen sie nur von einer etwas anderen Seite. Sicher können wir aus dem vergangenen Lernen, auch wenn es so neu und noch nie gewesen geglaubt ist.
Apropos: Die Virus-Pandemie gab es vor etwas mehr als den 100 jahren als Spanische Grippe auch schon mal. Nicht ganz vergessen und noch ohne Soziale Medien breit getreten.

Fluch und Segen – Jing und Yang..: Wohl die meisten Heilmittel kombinieren dies in sich. Zum einen Gift und zum weiteren Heilung wäre sicherlich auch eine Pandemie, die den Erdenschädling Mensch, auf ein gesundes Mass reduzieren würde. Was für ein krankes Denken – ja, lass uns einen anderen Weg finden!
Hoffentlich werden wir auf unser 2020 mal zurückblicken und sagen: «Wir haben uns eingesperrt, von Familie und Freunden für eine Zeit fern gehalten und die Wirtschaft lag danach, wie schon lange nicht mehr, am Boden. Doch wir waren schlau genug, uns danach um die Zukunft zu kümmern und nicht nach Schuldigen und Streit zu suchen. Wir haben dann schliesslich nicht nur den Schädling für den Mensch sondern auch den Mensch als Schädling für die Welt kennen und eindämmen gelernt. Es lebe die Menschheit, es lebe die Erde. Es lebe der Blick zurück ins Fahrwasser für die weise Richtungsanpassung.

Dani m. frei – freis.info – März 2020


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