Familie Frei aus St. Gallen Switzerland in den USA 2010

USA 2010 – Entdeckung der Frei-heit

Wir lernten 2010 was Familienferien sein können und verliebten uns in das reisen mit Wohnmobil

Mein erstes „Kind“ waren meine Geschäfte.  Ja – Viele Jahre meines Lebens habe ich in den Aufbau mehrerer Geschäfte investiert und meine Frau Luise kennen gelernt, als ich neben meiner Selbständigen Unternehmung auch die Abendschule HWV/HKG an den Kaderschulen in St. Gallen besuchte. Eigentlich hatte ich weder ausreichend Geld für Familie noch Zeit für eine Freundin. Als wir dann von meiner Einzimmerwohnung in eine 4,5 Zimmerwohnung mit Geschäftsräumlichkeiten umzogen, wagten wir auch etwas an Familie und Planung zu denken. Die 2000er hatten es durchaus gut mit uns gemeint und in diese dot-com Zeit fiel auch die Gründung der SHOT media und des Adventury Verlages. Unter forografie.ch betrieben wir einen durchaus erfolgreichen Online Shop mit dem tiefsten Fotografie Sortiment in dieser Zeit. Viele Produkte importierten wir direkt aus der EU, da heimische Zwischenhändler nicht immer mit dem neuen tempo der Onlinemärkte mithalten wollten. Familie war uns 2004 mit unserer Carmen gegönnt und 2 Jahre Später kam unser Fabio, weitere 2 Jahre danach unser Yeremy dazu. Fast war die Familie also komplett. Ferien – so beschlossen wir, machen wir bevor unsere Kinder schulpflichtig werden. Für Carmen hat dies im 2010 also nicht mehr ganz gereicht. Glücklicherweise wurde unser Ausnahmegesuch für 5 Wochen Ferien im Mai-Juni genehmigt und schliesslich liess uns auch der Isländische „Eyjafjallajökull“ uns von Zürich in die grosse neue Welt starten.

Das „Chateau“: Unsere älteren zwei haben durchaus noch gute Erinnerungen an diese erste grosse Reise im Wohnmobil. Der jüngste muss wohl noch alt werden, um sich wieder an mehreres dieser USA Tour erinnern zu können. Grundlage dieser Reise war und ist jedoch, dass wir zurück in der Schweiz diese grosse und harmonische Freiheit so sehr vermissten, dass ich einiges später mir ein grösseres Geburtstagsgeschenk machte. Unser reisemobil aus Vermietung von Moturis hiess Chateau und es war für ganze 5 USA-Wochen unser Schloss. Selten hatten wir uns so nah und es harmonierte bestens. Keiner vermisste etwas. Papi und Carmen schliefen oben im Alkoven und Mami mit den beiden Boys unten auf dem Luftbett zu dritt. Toilette mit dabei und Verpflegung in Griffweite. Wir stellten uns damit in die Nationalparks wie auch in die Städte.

Erlebten Las Vegas haut nah und Kamen von LA, SF in den hohen Norden und den Yellowstone NP und viele tausend Kilometer durch die rauhe Natur verschiedenster Gebirge. Wir lernten dass die Kastentüren amerikanischer Wohnmobile einer grösseren Wassermelone nicht standhalten und dass Luftbetten ohne Luft sehr unbequem sein können. Dafür genossen wir den Raum der uns vom Mobil und auch von den Strassen und Parkmöglichkeiten in den USA reichlich geboten wurde.

freis.info - B524 VollintegriertUnser erster B524 – Vollintegriert: Unser  Hymer war aus dritter Hand von privat. Tom  hiess der Vorbesitzer und unser Wohnmobil bekam darum den Namen „WomiTomi“. Für uns ist der Name bis heute die Bezeichnung unserer Freiheit und hat sich von Fahrzeug zu Fahrzeug vererbt. Hymer hatte es da noch verstanden für Camper zu bauen. Das Mobil war keine 6m lang und auch die Höhe, ja die Form war ideal. Ein Hubbett machte es uns jedoch schwer. Wollte einer zu Bett, so mussten alle gehen und mehr als einmal habe ich mir am Hubmechanismus weh getan. Die Kinder wurden grösser und so wuchs der Wunsch nach einer Lösung mit.

freis.info Hymer C524Unser C524 Alkoven: Vom Abbruch gerettet und viel daran getan, so war unser Camp 524 in den selben kompakten Massen. Dank Doppelboden und Kisten unter dem Fahrzeug war es uns mit den Kompakten Massen von unter 3 und unter 6m nie zu eng, auch für die Kleider und die Lebensmittel nicht. OK der Kühlschrank war für eine Familie klein. jedoch die zahlreichen Optimierungs und selbst Ausbaumassnahmen schafften es dieses Fahrzeug auf den Stand eines TOP Eigenheims für 5 Personen zu bekommen. Auch der sechste im Bund, unser Lucky hatte von klein auf darin seinen Platz und daran seine Freude. Wir haben mit unserem C524 wirklich viel erlebt. Der Auspuff hat uns trotz erheblicher Investitionen darin, mehrfach für Unterhaltung gesorgt. In Griechenland ist uns der neu gemachte Auspuff gar nach wenigen km nach der Fähre abgefallen. Die heissten Auspuffgase haben da dann den Kabelbaum schmelzen lassen und uns den Einblick in griechische Reparaturkust eröffnet. In Schweden ist dann der letzte Teil des Auspuffs auch noch gebrochen und hat den kindern und Mami einen tollen tag in Elisenpark bereitet, während der Papi in einer Oltimerwerkstatt am Auspuffschweisen war. Wir haben so viel an diesem Fahrzeug mit Haus selber geleistet, dass wir ihn schliesslich bei Hymer in Bad Waldsee zum neu abdichten vorbei brachten. Statt der veranschlagten 3000.- sollte uns dies ganze 8500.- CHF kosten. Dies zudem in einer Art und weise, die mich wohl mein ganzes Leben vor Fahrzeugen aus diesem Lager abhalten wird.

Gut geparkt – am falschen Platz: Ein Kranführer der zwei nasse schwere Balken, aus reiner Faulheit, nicht richtig befestigt hatte, zerstörte unsere Freiheit. Auch unser Vordach vom Haus und unser Kleinwagen waren betroffen Unser WomiTomi war gestorben. Der Kranführer hatte noch andere vergehen, für die er nun polizeilich festgestellt noch gerade stehen musste. Für das vergehen an unserem Reisemobil musste nur seine Versicherung zahlen und da wir unsere Eigenleistungen daran nicht genügend ausweisen konnten, hatten wir das grosse nachsehen. Selbst die Versicherung stellte fest, dass so etwas nicht mehr zu kaufen war. An der ausbezahlten Summe änderte das jedoch nichts. Ich werde die Axa dafür nicht hassen aber auch nicht lieben.

Freis.info im Eura MobilEurope sehen im Eura Mobil: Manchmal muss man unvernünftig sein. Unser drittes „WomiTomi“ kam aus Bern und war von Eura Mobil. Der A650VB hatte vieles, dass wir an solchen Fahrzeugen schätzen gelernt hatten. Doppelboden mit viel Stauraum. Ausreichend Zuladung, Alkoven, ja gar 3 Etagenbetten hinten und dazu eine passende Truma Heizung… Nicht alles ist besser geworden und im Badbau haben die Eura-Ingenieure noch keine glückliche Hand. Aber glücklich gemacht haben sie uns und anpassen können wir ja mittlerweile beinahe alles. Danke auch an die Familie Steiner’s die uns da geholfen haben.

So geht die reise weiter und wer weiss, wo wir uns mal treffen.

 


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